Wie funktionieren TV-Aufnahmen mit dem USB-Speicher?
Immer mehr moderne Flachbildfernseher kommen mit einem oder zwei USB-Ports daher. Auch verfügen die Premium-Geräte im oberen Preissegment über eine so genannte PVR-Funktion, über die das laufende Programm beispielsweise auf einer externen Festplatte gespeichert werden kann.
Nicht selten sind die entsprechenden Funktionen tief in den Menüs vergraben, so dass sie von den Anwendern kaum oder erst spät wahrgenommen werden. Grundsätzlich eignet sich jeder USB-Wechseldatenträger für die Verwendung mit einem USB-fähigen Fernseher. Dass kann ein einfacher USB-Stick sein, oder aber gleich eine externe Festplatte auf USB-Basis. Was bei der Wiedergabe von Fotos keinen großen Unterschied macht, kommt spätestens beim Aufzeichnen des TV-Programms oder dem Abspielen von Videoclips an seine Grenzen: Die meisten einfachen USB-Geräte sind zu langsam, da sie eine nur geringe Datentransferrate anbieten.
Einen abendfüllenden Film werden Sie dementsprechend nicht auf einem einfachen USB-Stick abspeichern können. Dafür bedarf es schon einer externen Festplatte im 2,5 Zoll-Format. Die gute Nachricht: Solche Datenträger werden mit Kapazitäten jenseits der 500 GB längst auch bei den Lebensmitteldiscountern zu Kampfpreisen rausgehauen.

Es gibt viele Möglichkeiten einen Film aufzunehmen - auch per USB ist das möglich (Foto: © artlosk - Fotolia.com)
Bevor Sie einen solchen erwerben, sollten Sie überprüfen, ob Ihr Fernseher nicht bereits über einen integrierten HD-Recorder verfügt. Dies ist allerdings nur selten der Fall – und wenn, dann lediglich im obersten Preissegment (unter anderem LOEWE-Fernseher).
Mittlerweile gibt es im Fachhandel auch spezielle PVR-Festplatten mit einer eigenständigen Stromversorgung, was die Fehleranfälligkeit während der Aufnahme reduzieren soll. Für gewöhnlich erfolgt die Stromversorgung des USB-Geräts nämlich über den Fernseher. Fehler, die damit zusammenhängen, sind allerdings sehr selten – entsprechen können Sie ruhigen Gewissens auch herkömmliche USB-Festplatte für die PVR-Aufzeichnung verwenden.
Ansonsten stecken die Möglichkeiten in diesem Bereich leider noch in den Kinderschuhen: Beispielsweise dürfen Sie bei Fernsehern mit nur einem Tuner während der Aufzeichnung nicht den Kanal wechseln. Auch kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen: PVR-Aufnahmen eines Samsung-Fernsehers werden Sie nicht auf einem Panasonic abspielen können.
